Stauduell

Wenn man in Hamburg wohnt, kennt man sich zwangsläufig mit Staus aus, bzw. weiss die auch zu händeln.
So gehören diese diversen Staus irgendwie zum Alltag und werden dann halt durchlebt.
Als alter Hase (52) mach ich mir da keinen Kopf mehr, sondern fahr da einfach durch……auf dem Motorradnatürlich……..IHR NASEN !
Neulich war mal wieder der absolute Wahnsinn Programm, denn die Manager des öffentlichen Raums und Verkehrs hatten wieder ganze Arbeit geleistet. Am Wochenende war allen Ernstes die A1 Richtung Süden ca. 1 km hinter den Elbbrücken auf eine Spur reduziert, wegen Asphaltierungsarbeiten. Bedeutete für Hamburg den Supergau, da die A7 sowieso immer dicht ist, wegen dieser ewigen Elbtunnelbastelei und der damit verbundenen Dauerbaustelle….. für die nächsten 6 Jahre oder mehr ??
Ich fahre also auf die Elbbrücke zu und sehe sogleich…..BLOCK, da rührt sich ja gar nichts !
Entscheide mich dann für die linke "Gasse", während zeitgleich eine Ducati Diavel sich durch die rechte "Gasse" arbeitet, in der dreispurigen Verkehrsführung. Durch die Busse oder LKW`s im "Standbild" ist man manchmal gezwungen, die Gasse zu wechseln und so kreuzen sich öfters unsere Wege. Irgendwann ist er vor mir und ich sehe das dicke B. Der kann es auch, denke ich so vor mich hin, weil er auch Leidgeprüft ist :-((
Es entwickelt sich gewissermaßen ein Duell, da jeder versucht, dem Anderen zu zeigen, wie man den Stau am Besten meistert. Mal ist er vorn, dann ich, usw. Dann direkt hinter der Elbbrücke, sieht es so aus, als wenn man auch mit dem Motorrad nicht mehr durchkommt. Ich habe da aber den grünen Versprung ganz rechts genutzt und bin dann in die Auffahrt gesprungen… waren ja nur 25 cm
Höhenunterschied, um mich dann wieder in die Autobahn einzufädeln……
Nanu, wo ist denn die Ducati ?? Tja,ist schon ne feine Sache,so ein Scrambler  :-))
Dann endlich die Baustelle durchfahren und gemütlich mit 100 km/h nach Hause gefahren.
Ist ja nicht wirklich schnell, aber die Ducati tauchte nicht wieder auf.
 
Grüsse von Bernd

3 thoughts on “Stauduell

  1. Salut zusammen!

    Ich bin erst seit wenigen Tagen wieder mit einer Mühle ausgestattet und gewöhne mich erst wieder ans Fahren. Gerade bei der Story hier denke ich als Berlin natürlich sofort an die Situation hier auf den Stadtautobahnen, aber auch an die Mega-Staus in den Straßen, vor allem den mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen (B1, Bismarckstraße, Hohenzollerndamm…).
    Mal abgesehen von der festen Regel der Straßenverkehrsordnung, was ist heutzutage Usus für Motorradfahrer im Stau auf Autobahnen und auch in Städten, und was wird allgemein als „unnötig“ oder zu arg angesehen? Bisher halte ich mich immer ganz normal auf der Spur, aber das ist bei längeren Staus echt extrem belastend, manchmal wegen gerade mal 5m zu schalten, zu halten, den Fuß abzustellen.
    Wird es allgemein akzeptiert sich zwischen den Fahrzeugreihen durchzuschlängeln? Standstreifen ist wohl allgemein tabu, nicht wahr?
    Würde mich freuen, die übliche Handlungsweise von Euch zu erfahren, jetzt da ich ein Monstermotorrad mit 27 (!!!) PS besitze und auch auf die Autobahn darf 🙂
    Sonnige Grüße und Gute Fahrt!
    FoX

    1. Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, wieder am Zweiradleben teilzunehmen. Ich glaube, wenn ich in irgendeiner City wohnen würde, hätte ich gar kein Auto.

      Wenn Du mich fragst: Immer durchschlängeln, an den Autos vorbei, so gut es geht. allerdings langsam: auf der Autobahn nur 10 km/h schneller als der Stau, in der Stadt im Schritttempo nur bei stehenden Kolonnen. So habe ich es in 48 Jahren motorisierten Zweiradfahrens gehalten und bin allerdings – toi,toi,toi – noch nicht erwischt worden.

      Aber was meinen andere Leser dazu? Feuer frei für Antowrten!

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