Warum mir ein Motorradnavi nicht taugt….

Ich versuche es ja immer wieder mit Navis. Natürlich ist so ein Navi sehr toll, vor allem, wenn es mehrere hundert Euro gekostet hat. Und zugegebenermaßen sinnvoll beim Ansteuern einer Adresse in einer Stadt. Aber weder mein Garmin Montana (hat mal fast 600€ gekostet) noch meine App fürs Handy kann die wesentlichen Hauptverkehrsadern in seine Routenplanung mit einbeziehen. Selbst wenn ich die Routen zu Hause am Rechner detailliert plane mit Wegpunkten und so, dann nehmen sie einfach die Straße nicht an. Verstehe ich nicht.


Hauptstrecke hinterm Eiderdeich. Ungeheuer wichtige Querverbindung von Wollersum nach Groven. Zweispurig ausgebaut!!
Und das Navi denkt: hier is‘ nix!

So’n Schiet, ober ook. (=Plattdeutsch: So ein Mist aber auch.)

10 thoughts on “Warum mir ein Motorradnavi nicht taugt….

  1. Es kann sich nicht jeder in halb Europa so gut auskennen wie ich. Deshalb gestehe ich jedem die Nutzung eines Navis zu. Ich hingegen nutze es nur, um mich in einer fremden Stadt zu orientieren. Da ist es mir wirklich hilfreich. Ansonsten komme ich weitestgehend mit Tankrucksack und Generalkarte sowie gutem Orientierungssinn zurecht. Und schöne Strecken findet man so leicht, indem man sich einfach mal verfährt. Und wenn alle Stricke reißen: es gibt immer noch Straßenschilder, die mir den Weg weisen (oder versperren). Und ein wenig Pioniergeist ist auch nicht von Schaden.
    Aber wie gesagt, jeder wie er will. Wenn jemand nur so mit seiner GS Adventure mit Koffern und Topcase, Zusatzscheinwerfern und meterweise Sturzbügeln oder einer total individualisierten Harley zur Eisdiele im Heimatort findet, ist mir das völlig schnurzpiepegal. Hauptsache, man hat Spaß mit dem Mopped.
    Und im fernen Ausland wäre es sicher auch mir eine Hilfe. Falls sich meine Straßenkarte im Dauerregen völlig aufgelöst hat.

  2. Sehr schöne doppelspurig ausgebaute Strasse! So wie wir es gern haben. Haben uns amüsiert!
    Tipp: wenn dein Elektonikpaul nicht weiter weiß….Es gibt da so bunt bedrucktes Papier, meistens so zum auffalten, so mit Strichen drauf, krumm, gerade, umme Ecke und so mit Ortsnahmen drauf. Je kleiner der Masstab, desto mehr kleine Strassen und Orte sind drauf. Glaube, die nennt man Strassenkarten, soll es immer noch geben und nicht nur in Antikläden. Der Nachteil: Man hat keinen Bedarf, sich erst mit seinem Komposter zu unterhalten, damit den halben Tag am Schreibtisch zu verbringen und keinen Kaffee dabei zu bekommen. Der Vorteil: man fährt morgens los, guckt mal auf dieses Papier, entdeckt dabei womöglich Dinge, die Elektonikpaul eh nicht weiss und kommt abends zufrieden nach Hause.
    Hoffe,ich konnte Dir weiterhelfen!
    Gruss aus dem Elchland! Jörn

      1. jo Horst. Godber kann auch Karten lesen und es war ein Scherz ! Du hast Recht, die Sonne und die Uhrzeit weisen den rechten Weg.Zur Not ne Karte und alles ist gut. Der Rest braucht n Elektonikpaul um die eigene Haustür zu finden.

        Gruss aus dem Elchland ! Jörn

  3. Musst mal die Einstellungen am Navi überprüfen. Vermutlich sind im Standard die kleinen Wegerl zum Navigieren ausgeknipst. Meines führt mich mit der Einstellung „kürzester Weg“ auch gerne mal auf Schotterwegen durchs Unterholz.

  4. Hi Godber,

    ist wohl eher eine Frage des Kartensatzes als der Präferenzen.
    Wenn die Straße eingezeichnet ist, aber nicht vektorisiert, klappt’s mit dem Routen eben nicht.
    Ich hab eine Citynavigator von Garmin drauf: Was da an Straßen drauf ist, routet auch.

    Bei Klein-Klein oder Offroad schalte ich auf ein anderes Profil am Montana (z. B. Moutain Bike). Da habe ich meist eine Topo-Karte hinterlegt, das fährst Du im Zweifelsfall durch meinen Vorgarten.

    1. Moin klaus,
      interessanter HInweis, danke. Dazu zwei Dinge:
      Ich habe auch das Montana – und finde es skandalös, dass ich für ein einstmals 600€ teures Gerät auch noch Karten für 70€ kaufen muss. Deshalb habe ich OSM drauf, was auch gut mit Routing funktioniert. Trotzdem bleiben Ungereimtheiten. So verlässt das Navi bei der Umgehung einer Stadt plötzlich die Bundesstraße, fährt 2km einen Bogen durch die Stadt, um dann wieder auf die B zurückzukehren. Hä? Und es entscheidet sich bei einer penibel eingegebenen Route unterwegs plötzlich für eine alternative Straßenführung, die vorher nicht zu sehen war (ohne Internetverbindung, TSM oder Sperrungen).

      Mit den Motorradnavis meinte ich Kurviger und Calimoto auf dem Smartphone. Die sind meist ganz okay, wenn man keine eigenen Ideen für eine Route hat. Will man spezifisch kleine Straße fahren, Spurplatten- oder Feldwege, routen sie diese nicht.

  5. Hi Godber,

    1. beim Mopedfahren hab ich grundsätzlich Neuberechnung auf zu bestätigen stehen, damit da nicht automatisch neu gerechnet wird, vor allem bei Wegpunkten basierten Routen (kurviger) tricky, da wird dann erstmal versucht, den letzten nicht passierten (wieder) anzufahren.

    2. Das mit dem runter und wider drauf auf die Hauptstraßen liegt an der Präferenz „Nebenstraße“. Damit muß man leben, vor dem Verlassen der Bundesstraße mal rauszoomem und dann sieht man den Unsinn und: siehe 1.

    3. Geschäftspolitik von Garmin bzgl. des Kartenmaterials ist zweifelhaft. Deshalb boomt auch der Download mit illegalen Kopien.

    LG

    K

  6. Hi Godber,

    http://www.myrouteapp.com

    läuft online – also von jedem Endgerät erreichbar,
    online routen planen, soviele Anfahrtspunkte wie du willst auf kleinste Sträßchen setzen, als Route erstellen , als Datei abspeichen mit der passenden Endung des jeweiligen Navis, auf der HD deines Endgerätes speichern.
    Die Datei per Kabel auf´s Navi rüberziehen. Fertig !

    Dein Navi fährt jetzt stur die einzelnen Punkte ab. Da „erfährst“ (findest) du auch jene Straßen die eigentlich keine sind.
    Ich kann an meinem Navi einzelne Punkte löschen. Sinnvoll, da wegen Baustellen oder Straßensperrung nicht jeder Punkt unterwegs erreicht werden kann.

    Ich habe mir das Programm gegönnt, ist halt nicht umsonst, aber sein Geld wert.

    Grüße T2

  7. Ein Navi habe ich mir unter anderem deshalb gekauft, weil ich es heikel fand die Papierkarte oder eine Ortsliste die im Kartenfach des Tankrucksacks steckt während der Fahrt abzulesen.
    Ich plane weiter auf Papierkarten und nutze das Navi nur als sprechende Abbiegeliste.
    Allerdings ist es eine große Hilfe wenn ich mich verfranzt habe. Ich würde heute noch in Essen oder Barcelona rum kreuzen ohne Navi.
    Andreas

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